Classic Data Magazin

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Bericht

Kein Feuerwerk in Paris!

Artcurial toppte die Auktionswoche mit einem 7-Stunden Marathon und 154 angebotenen Fahrzeugen.

Das teuerste Fahrzeug in Paris war dieser Prototyp, ein Dino Berlinetta Pininfarina von 1965. Das Einzelstück war unrestauriert und nicht fahrbereit. Artcurial verkaufte ihn für 4.3 Mio Euro.

RM hatte diesen Alfa Romeo Tipo 3 im Angebot. Das 34er GP-Fahrzeug wurde 1934/35 von der Scuderia Ferrari eingesetzt und u. a. von Tazio Nuvolari gefahren. Verkauft für 3.9 Mio Euro.

Das zweite Highlight bei Artcurial. Der 1948er Ferrari 166 Spyder mit Scaglietti-Karosserie. Während seiner Rennkarriere wurde der Wagen regelmäßig verbessert. So stammt die aktuelle Karosserie aus dem Jahr 1956. Die gut dokumentierte Geschichte des Wagens und die kürzliche Vollrestauration sorgten für einen Erlös von 2.9 Mio Euro.

Der letze Besitzer hatte ihn für 37 Jahre. Dieser Lamborghini Miura SV wurde bei Artcurial für 2.3 Mio Euro verkauft.

Und noch einmal Artcurial! Aus der Ogliastro-Sammlung wurde dieser Bugatti Typ 57 Atalante versteigert, einer von acht mit versenkbarem Falddach. Verkauft für 2.3 Mio Euro.

02/17/2017

Stabiles Gesamtergebnis, aber die große Feier blieb aus.

Da in diesem Jahr kein vergleichbares Fahrzeug in der 10 Mio.+ Liga angeboten wurde, war es schon zu erwarten, dass die Gesamterlöse in diesem Jahr niedriger sein werden, als 2016. So betrugen die Einnahmen der Auktionshäuser Artcurial, Bonhams und RM in diesem Jahr ca. 74.6 Mio Euro (2016=85.8 Mio). Angeboten wurden 356 Fahrzeuge (-5), verkauft wurden 268 (+6), davon 55% unter, oder am Estimate (2016=51%).

Artcurial konnte mit dem Ferrari Dino Prototyp und dem Ferrari 166 Spyder Corsa zwei Highlights aufweisen, RM einen Alfa Romeo Tipo 3 von 1934 und Bonhams einen Aston Martin Ulster, der 1935 Teilnehmer in Le Mans war.

Alle vier Fahrzeuge konnten verkauft werden, wenn auch Bieterschlachten ausblieben. Für Überraschungen sorgte wiedermal Porsche. Während ein 993 Turbo Cabriolet mit 1.35 Mio und ein 964 Turbo 3.6 S für 900.000 Euro, weit über dem erwarteten Estimate, neue Besitzer fanden (RM), blieb ein 911 RS 2.7 für 340.000 Euro stehen (Artcurial), der Prototyp des Porsche 901 Cabriolet (RM) wurde sogar für 627.000 Euro verkauft, obwohl das Estimate bei 850.000-1 Mio lag.

Auch Ferrari der frühen 90er-2000er Jahre hatten es schwer. 2 Ferrari 599 GTO mit Estimates zwischen 525.000-700.000 Euro wurden bei Höchstgeboten von 400/440.000 Euro nicht verkauft. Ähnlich zeigt sich der Markt der großen Vorkriegscabriolets. Ein Maybach SW 38 wurde bei Bonhams ungeachtet des Estimates von 750.000-950.000 Euro für 672.000 Euro verkauft.

Und sogar für den preisbewußten Käufer gab es interessante Angebote. Bei Bonhams wurden ein FIAT 130 Coupe und ein Lancia Fulvia Serie 1 (beide 3+) angeboten, die mit 11.500 Euro und 16.100 Euro einen guten Gegenwert brachten.

Nach den voran gegangenen Jahren der Rekorderlöse heißt es nun wieder: Back to business as usual!